„Ich kann nicht glauben, dass alle Nazis so grausam gewesen sein sollen.“, sagte Laurie zu ihrem Lehrer. „Ich glaube nicht, dass überhaupt jemand so grausam sein kann.
Ben nickte. „Nach dem Krieg haben viele Nazis versucht, ihr Verhalten damit zu erklären, dass sie nur Befehle ausgeführt hätten und dass jede Weigerung ihr eigenes Leben gefährdet hätte.“ Laurie schüttelte den Kopf. „Das ist keine Entschuldigung. Sie hätten doch fortlaufen können. Sie hätten sich wehren können. Sie hatten doch ihre eigenen Augen und ihren eigenen Verstand. Sie konnten selber denken. Niemand befolgt doch blind solche Befehle!“
„Genau das haben sie aber getan“, wiederholte Ben.
Abermals schüttelte Laurie den Kopf. „Das ist Wahnsinn!“, sagte sie. „Das ist vollendeter Wahnsinn!“, Ben konnte nur zustimmend nicken.
Die Klasse
des engagierten Lehrers Ben Ross zeigt sich angesichts der erschreckenden
Bilder über Konzentrationslager und den Grausamkeiten der Nazis sichtlich
geschockt. Weit weg von Europa und Deutschland verstehen die Schüler der Gordon
High (USA) nicht wie es so weit kommen konnte. Wie kann ein ganzes Volk sich
blind und taub stellen, und zulassen das millionen von Menschen abgeschlachtet
werden, und hinterher sogar noch behaupten, sie hätten von alldem nichts
gewusst?!
Ganz klar
dass so etwas heutzutage absolut unmöglich ist…
Um seiner
Klasse die Entwicklung eines faschistischen Systems näher zu bringen, startet Ben
ein kleines Experiment - Die Welle.
Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln!
Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln!
„Die Welle“ beginnt harmlos: ein Schlachtruf, bestimmte Verhaltensweisen, ein Gruß.
Was anfangs noch ein riesen Spaß ist, entwickelt sich schon bald zu einer großen und gefährlichen Bewegung.
Die Schüler der Welle setzen anstandslos jede von Ben neu eingeführte Regel um und rekrutieren immer mehr Schüler für ihren Club. Der Druck auf die Nicht-Mitglieder wächst und schon bald leitet die „Welle“ den ganzen Schulhof.
Das Kollektiv ersetzt den Einzelnen, individuelles Handeln und Denken werden von den Welle Mitgliedern werden ausgeübt noch geduldet.
Lehrer und Eltern zeigen sich gleichermaßen über die Entwicklung der Kinder und ihres Lehrers besorgt, denn Ben verliert nicht nur die Kontrolle über die Welle sondern auch über sich selbst.
Fazit:
Oftmals fällt uns der Blick in die Vergangenheit schwer. Insbesondere dann wenn wir gezwungen werden uns zu fragen, „was hätte ich getan?!“
Es ist immer leicht vergangene Generationen zu verdammen und sich selbst einzureden, dass es einem Selbst ganz anderes ergangen wäre.
Doch sind wir wirklich so frei und unabhängig wie wir es uns immer gerne vormachen?
So mutig und stark wie wir es immer sein wollen?
Oftmals fällt uns der Blick in die Vergangenheit schwer. Insbesondere dann wenn wir gezwungen werden uns zu fragen, „was hätte ich getan?!“
Es ist immer leicht vergangene Generationen zu verdammen und sich selbst einzureden, dass es einem Selbst ganz anderes ergangen wäre.
Doch sind wir wirklich so frei und unabhängig wie wir es uns immer gerne vormachen?
So mutig und stark wie wir es immer sein wollen?
„Die Welle“ die auf tatsächlichen Ereignissen beruht, zeigt uns das dem nicht so ist. Wir lassen uns nur zu gerne von Ideen und Menschen begeistern, manchmal mit katastrophalen Folgen. Unsere Geschichte ist voll von solchen Beispielen der Holocaust ist nur eines von vielen.
Das Buch ist in
Deutschland nicht mehr aus dem Klassenzimmer wegzudenken, zu Recht.
Noch viele Jahre nach „The Third Wave“ erklärte sich der Geschichtslehrer RonJones und äußerte immer wieder seine Verwunderung wie schnell und einfach es doch gewesen war „die Welle“ einzuführen.
Der Roman gibt nicht wie erhofft Antworten auf alle Fragen, aber das dürfte wohl keinem Buch und keiner Dokumentation gelingen. Nichtsdestotrotz gibt die Welle einen interessanten Einblick in unsere Gesellschaft.
Noch viele Jahre nach „The Third Wave“ erklärte sich der Geschichtslehrer RonJones und äußerte immer wieder seine Verwunderung wie schnell und einfach es doch gewesen war „die Welle“ einzuführen.
Der Roman gibt nicht wie erhofft Antworten auf alle Fragen, aber das dürfte wohl keinem Buch und keiner Dokumentation gelingen. Nichtsdestotrotz gibt die Welle einen interessanten Einblick in unsere Gesellschaft.
Und obwohl ich kein besonders großer Fan von deutschen Filmen bin (mit einigen Ausnahmen natürlich), kann ich euch Die Welle mit Jürgen Vogel wärmstens empfehlen.
Für: Antwort Suchende Kritiker, die auch beim lesen kritisch bleiben







